Schwere geburt
Alles begann 1979, als einige Mitglieder der „Harlekin- Clique Biel“ eine Alte Garde, ausschliesslich mit Männer-besetzung gründen wollten. Dies provozierte innerhalb des Vereins eine richtige Revolte, welche sich zu handfesten „Lämpen“ entwickelte. Und schon war der Name einer neuen Clique geboren. Romeo Daverio, Claude Ehrsam, Heinz Hotz, Ernst Truninger und Peter Wyss stellten sich als Kleinst-formation 1980 einem kritischen Fasnachtspublikum. Wahrlich kein leichter Anfang, denn kaum Geboren, wurde auch schon die baldige Beerdigung der neuen Clique vorausgesagt. Da rechnete man aber nicht mit dem Stehvermögen der fünf Ange-fressenen. Im Laufe der Jahre gesellten sich immer weitere Gleichgesinnte zur Formation. Die musikalische Entwicklung war nicht mehr aufzuhalten und zahlreiche Engagements während des ganzen Jahres zeugten vom steigenden Anklang beim Publikum.

Flegeljahre
Denkwürdige und ausgefallene Auftritte markieren den musikalischen Weg der „Lämpe“. So spielten sie zum Beispiel als musikalische Unterstützung der „Samba Fada“ 1982 am „Fête de Genève“, animierten das „Fête des vendanges“ in Neuenburg und während vielen Jahren dasjenige in Lugano. Sie brachten mehrere male Stimmung ans „Lauberhorn“ Skirennen. Sie musizierten an verschiedenen Fasnachts-anlässen in der Region Biel, dem Seeland, in Péry, Wolhusen und Karlsruhe. Eine grosse 1.Augustfeier in Interlaken vor begeisterten Asiaten, regelmässig-traditionelle Auftritte am „Sumpfgluggere“-Strandfest, dem „Oelefest“ der Böögezunft Bözingen, dem Risottoessen des Marktgassleistes und am Bieler Weihnachtsmarkt gehören zu den Spuren, welche die Clique in ihrer 25 jährigen Geschichte hinterliessen.

Best of Best
1998 ihre „Lämpen“ definitv begrabend hatte die Kleinformation die Freude, am Matinée der „Harlerkin“ teilnehmen zu dürfen. Dieser Anlass diente auch gleich zur Aufnahme einer ersten CD („Best of Best“), welche mit über 800 verkauften Exemplaren zum wahren Renner wurde.  Zum 20 Jahre Jubiläum nahm die „Lämpe“ mit einem eigenen Wagen am grossen Fasnachtsumzug teil. Und dies erstmals in den Analen der Gruppe mit einer Maske jedoch ohne Instrumente - typisch „Lämpe“ eben.

Seerettung
Angesichts des Erfolges ihrer ersten CD, wagte sich die Clique 2001 ins Luzerner Tonstudio “Soundville” um einen zweiten Tonträger einzuspielen. Eine denkwürdige Aufgabe für die ambitionierten Amateurmusiker. Doch die Schweissperlen lohnten sich, denn innert zwei Jahren waren die 700 produzierten CD's ausverkauft. Für alle Mitwirkenden und für den Fanklub blieb die originelle Taufe auf dem Mobicat in Erinnerung, als die Taucher des Seerettungsdienstes die Kiste mit den wertvollen Aufnahmen aus der Bielerseetiefe holten ... Seit diesem 3. Novembers ist die Clique übrigens auch Online unter „www.laempe.ch“ präsent. Eine Homepage, die inzwischen bereits mehrmals ausgezeichnet wurde.

lÄmpe uf de FÄlge
„D'Lämpe uf de Fälge“ wurde zum Dauerbrenner, als die Clique auf den Fasnachts-Umzugswagen der Marktgass-Clique eigeladen wurde, denn der Wagen hielt der „gewichtigen“ Musik nicht stand und musste den Umzug auf den Felgen beenden, während die Lämpe erstmals einen Umzug zu Fuss absolvierten. Das wiederum ausverkaufte Konzert am Bieler Weihnachtmarkt 2003, seit Jahren traditionsgemäss mit einem Fondueabend im Zelt der Bielersee Weinbauern gefeiert, wurde zur Basis der dritten CD „Lämpe Live“. Ein neuerlicher Renner in der Bieler Kulturszene.

25 Jahre Jubiläum
Im Laufe der Zeit hat sich aus der kleinen Gründerformation eine Gruppe mit 22 Aktiven, wovon 3 freie Mitglieder, entwickelt. Der Fortbestand ist also gesichert. Und nun feiert die Clique ihr 25 Jahre Jubiläum. Die erneute Teilnahme an allen drei Bieler Fasnachtsumzügen, mit einem sensationellen, prämierten Wagen zum Thema „Lämpe Zirkus“, und der berüchtigte Auftritt am Bieler Narrenkongress, bildeten die ersten Höhepunkte des Jahres.  Mit dem “Lämpissimo-Day” hat die „Lämpe“ seinen treuen Fanklüblern gedankt, all jenen, welche die Clique seit ihrer Gründung unterstützt haben, wie auch der „Bieler Faschingszunft“ und der „Vereinigung der Guggenmusiken“ und seinen Mitgliedern, mit denen die „wilde Clique“ einen vorzüglichen Kontakt pflegt.